Vereinte Nationen nehmen Cannabis aus der Liste der gefährlichsten Drogen

  • Veröffentlicht am: 4. Dezember 2020 - 15:54
  • Von: Georg Wurth

Nach 60 Jahren des Status Quo, 3 Jahren wissenschaftlicher Untersuchungen durch die WHO und 2 Jahren diplomatischer Diskussionen, haben die Vereinten Nationen diese Woche schlussendlich Cannabis aus der Kategorie 4 der Single Convention gestrichen. Damit ist Cannabis nicht mehr zusammen mit den am gefährlichsten eingeschätzten Drogen eingestuft und die medizinische Wirkung wird anerkannt. Am Verbot von Cannabis als Genussmittel ändert der Beschluss aber nichts.

Konkret geht es dabei vor allem um die Single Convention on Narcotic Drugs von 1961, die das juristische Grundgerüst der weltweiten Verbote bestimmter Substanzen darstellt. Mit diesem Vertrag wurde vor Jahrzehnten auch das Verbot von Hanf durchgesetzt. Die historische Bedeutung dieser Vereinbarungen ist also kaum hoch genug einzuschätzen. Entsprechend wird der aktuelle Beschluss von diversen international agierenden Aktivisten gefeiert. Es ist ein wichtiges Signal für die weltweite Cannabisdiskussion, insbesondere in Ländern, die immer noch keinen Zugang für medizinisches Cannabis geschaffen haben und Patienten für die Anwendung hart verfolgen.

Für Deutschland und viele andere Länder hat der Beschluss dagegen kaum praktische Relevanz, weil sie schon längst in größerem Umfang Zugang zu medizinischem Cannabis geschaffen haben. Und das zeigt das Grundproblem der Verträge: Sie bestimmen nicht mehr wie früher die juristische Realität in allen Mitgliedsstaaten, sondern laufen der faktischen Realität mit großem Abstand hinterher. Immerhin haben mittlerweile einige Staaten Cannabis vollständig reguliert und damit die Verträge ignoriert, weil deren Änderung viel zu lange dauert.

Dass es viel zu langsam vorwärts geht, zeigt auch das Beispiel des Cannabinoids Cannabidiol (CBD). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte nach Expertenanhörungen auch hierzu Vorschläge gemacht. CBD sollte nicht als Droge eingestuft werden, weil es nicht besonders gefährlich ist und vor allem weder einen Rausch, noch eine Abhängigkeit erzeugt. CBD-Zubereitungen mit bis zu 0,2 Prozent THC sollten nicht der internationalen Drogenkontrolle unterliegen. Diesen Vorschlägen ist die "Commission on Narcotic Drugs" der UN diese Woche allerdings nicht gefolgt, obwohl CBD längst weltweit in vielen Ländern akzeptiert ist und Milliarden damit umgesetzt werden.

Die internationalen Verträge werden die sich weltweit beschleunigende Legalisierung von Cannabis wohl weder aufhalten, noch werden sie sich daran anpassen, sondern eher in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Sonderthemen: 

Kommentare

Yeahh...
Ich hoffe doch das damit endlich die Legalisierungs-Lawine in´s rollen kommt!!!
Wurde ja auch Zeit ;)

Träum weiter!
Ich warte auf die Vernunft der Entscheidungsträger seit 52 Jahren.Bevor hier etwas passiert werden die USA sozialistisch, fürchte ich.

Jeder Mensch sollte die Freiheit haben, das leben so zu genießen, wie das gewünscht wird.

... ,dasss wir irgendwann eine weltweit legale Pflanze haben und in Deutschland nicht zuletzt wegen eurer Arbeit und unserer Gelder. Ich bin schon jetzt glücklich darüber. :)

Klingt erstmal nicht schlecht. Ob das was an unserer Politik ändert, eher weniger.

Man sieht es ja in Zeiten von Corona wieder deutlich. Die WHO geht von einer Sterblichkeit bzw. IFR von 0,14% aus, das RKI beharrt aber auf seinen 1,0% obwohl alles dagegen spricht und die Mehrheit der Studien zu anderen Erbenissen kommt und es werden immer neue (unsinnige) Maßnahmen eingeführt. Neulich wurde die größte Studie (aus der Stanford-Universität) dazu veröffentlicht - 61 Studien wurden ausgewertet mit dem Ergebis einer Gesamtletalität aller Bevölkerungsgruppen von 0,20% unter allen infizierten. Aber hier hört man gar nichts davon, genau so wie es bei Cannabis der Fall ist. Es wird alles schwarzgemalt und alle wissenschaftlichen Erkenntnisse ignoriert und verdreht. Genau wie mit den unsinnigen Masken. Es ist wissenschaftlich bekannt das diese keine Corona-Viren aufhalten können oder gar eine Epidemie eindämmen können (bringt nur was bei größeren Tropfchen und nicht bei feinen Aerosolen) weil die Corona-Viren einfach viel zu winzig sind, ganz egal ob FFP2 oder FFP3. Nun hat dies auch eine Studie bekräftigt. Die einzige Studie die überhaupt dazu gemacht wurde (Dänemark) mit 6000 Probanden. Zuerst wurde verweigert die Ergebnisse zu veröffentlichen (warum wohl?), letzendlich kam es dann aber doch zu einer Veröffentlichung: Masken bringen bei der Eindämmung von SARS-CoV-2 so gut wie nichts. Dennoch werden die Maskenregeln verschärft, gegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen! Und es gibt genug Studien die beweisen das diese Masken schädlich sein können. Alleine wenn man sich die Sauerstoffkonzentration ansieht, sollte es doch einem klar werden das das nicht gut ist. Am Arbeitsplatz darf der Wert von 0,5 Vol% nicht überschritten werden. Messungen bei Maskenträgern ergaben Werte von 3-5 Vol%, also um ein vielfaches mehr. Hört man was davon? Nein. Man hört nur, macht dies und macht das sonst passiert dies oder jenes ohne wissenschaftlicher Logik. Damit will ich nicht sagen das SARS-CoV-2 völlig harmlos ist, aber ein Killervirus ist es sicherlich nicht, dennoch werden Gesetze verändert und Grundrechte massiv beschnitten ohne irgendeinem Wirkungsnachweis. Und genau so ist es bei Cannabis auch!

Was ich damit sagen will: Wenn die Regierung (oder wer auch immer die Entscheidung fällt) etwas nicht will, dann wird sie dafür sorgen. Ganz egal was die Fakten sind. Es wird erst etwas verändert, wenn die Politiker Stimmen verlieren. Dennoch glaube ich an eine Entkriminalisierung in den nächsten Jahren, da die Menschen langsam verstehen das Cannabis keine Killerdroge ist sondern eine milde Droge und ein gutes Heilkraut. Ich höre imer wieder von alten Leuten wie gut es gegen ihre Bescherden hilft. Und gleichzeitig höre ich von alten Leuten, wie schwer es ist ein Rezept zu bekommen, sogar bei schwerwiegenden Erkrankungen :(

Neuen Kommentar schreiben