Gras am Kiosk provoziert

DHV-Chef Georg Wurth sprach mit Neues Deutschland über den Wahnsinn rund um CBD.

Georg Würth (sic!) vom Deutschen Hanfverband sieht viele Fragezeichen. Er sagt, der Gesetzgeber habe offenbar nicht damit gerechnet, dass es eine größere Nachfrage nach nicht berauschenden, unverarbeiteten Nutzhanfblüten geben könnte. Wenn ein CBD-Fall vor Gericht komme, gehe es um die Frage, ob ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen sei. Dies wird von Gutachtern unterschiedlich bewertet. Würth erklärt, »theoretisch« und mit teuren Verfahren sei es möglich, das THC aus dem Nutzhanf zu extrahieren. Oder man könne »sehr große Mengen dieser Blüten auf einmal konsumieren«. Würth glaubt aber, »die Wirkung des so kumulierten THC« würde »durch extrem viel CBD allerdings neutralisiert«. Insgesamt sind die Regelungen um den Verkauf und die Nutzung von CBD-Hanf äußerst undurchsichtig.

Der Deutsche Hanfverband tritt auch deswegen für eine generelle Legalisierung ein. »Damit würde sich das ganze Problem rund um die THC-armen Sorten nebenbei erledigen«, so Würth, der noch anfügt, dass auch die Weltgesundheitsorganisation WHO schon 2018 vorgeschlagen habe, entsprechende Hanfsorten von der internationalen Drogenkontrolle auszunehmen, da sie weitgehend unbedenklich seien.

Datum: 
Donnerstag, 20. August 2020

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