DHV-Umfrage Infratest Dimap 2020

  • Veröffentlicht am: 18. Dezember 2020 - 14:52
  • Von: Georg Wurth

Seit 2014 lässt der DHV jedes Jahr in einer repräsentativen Umfrage die Meinung der Deutschen zur Cannabislegalisierung erkunden. Das Ergebnis in diesem Jahr: 46 Prozent der Befragten sprechen sich für die Legalisierung von Cannabis aus. Damit gibt es seit 2018 Jahren kaum Veränderungen, die Werte verharren bei Mitte 40 Prozent, wenige Prozentpunkte vor der Mehrheit für die Legalisierung.

Bis 2018 war die Zustimmung zur Legalisierung auf 46 Prozent geklettert, 2019 allerdings auf 44 Prozent zurückgegangen. Nun haben wir wieder die 46 Prozent von 2018 erreicht. Da eine Abweichung von 2 Prozent noch im Bereich der möglichen Schwankungsbreite (Fehlertoleranz) liegt, spricht Infratest Dimap nicht von Rückgang und Zunahme, sondern von Stagnation. Das vorausgesagt ist es dennoch das beste bisher von einem traditionellen Umfrageinstitut per Telefonumfrage gemessene Wert. Die Zustimmung zur Legalisierung ist mit 46 Prozent zwar genau so hoch wie 2018, aber bei einigen Unentschlossenen ist der Anteil der Gegner einer Legalisierung von 52 auf 51 Prozent zurückgegangen, so dass der Spalt zwischen Befürwortern und Gegnern ein wenig kleiner geworden ist. (Siehe Grafik über mehrere Jahre in der Bildergalerie oben.)

In den Vorjahren haben wir zum Teil mehrere Fragen stellen lassen, diesmal war es nur die eine große Standardfrage, bis auf kleine Aktualisierungen wortgleich mit den Vorjahren:

Über den gesetzlichen Umgang mit Hanf, auch bekannt als Cannabis oder Marihuana, wird international diskutiert. In Deutschland gibt es bislang ein strenges Verbot. In Kanada sowie demnächst fünfzehn Bundesstaaten der USA können dagegen volljährige Personen Cannabis legal erwerben und teilweise ist auch gestattet, für den Eigenbedarf anzubauen. Sagen Sie mir bitte, ob Sie folgender Aussage hierzu eher zustimmen oder eher nicht zustimmen: ...

Infratest Dimap fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen:

  • Gut die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) präferiert aktuell die Beibehaltung des in Deutschland bestehenden Cannabis-Verbots. Damit gibt es im Vergleich zu den Vorjahren nur wenig Bewegung: 2019 lag der Wert bei 54 Prozent, 2018 bei 52 Prozent. Auch der aktuelle Zustimmungswert für die Legalisierung des Cannabis-Zugangs (46 Prozent) liegt etwa auf dem Niveau der Vorjahre (44 Prozent 2019 / 46 Prozent 2018).
  • Nach wie vor findet ein legalisierter Cannabis-Zugang am ehesten bei den jüngeren Deutschen (60 Prozent) Unterstützung, ebenso bei Männern (54 Prozent) und formal Bessergebildeten (57 Prozent). Ablehnend äußern sich dagegen insbesondere Ältere ab 65 Jahren (63 Prozent), Frauen (59 Prozent) sowie formal Niedriggebildete (61 Prozent).
  • Deutlichen Zuspruch findet ein legalisierter Cannabis-Zugang bei den Anhängern von Linken (71 Prozent) und Grünen (67 Prozent). Gegen eine Legalisierung sprechen sich insbesondere die Anhänger der Unionsparteien aus (67 Prozent). Die Anhänger von FDP, SPD und AfD sind in der Sache weniger eindeutig positioniert.

Die jeweiligen Spartenergebnisse zu Alter, Parteipräferenz etc. sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Bei ihnen ist die Schwankungsbreite aufgrund der kleineren Teilgruppen deutlich größer. Alle Details sind in den beiden unter diesem Artikel angehängten Dokumenten zu finden, inklusive einer Tabelle zu den Schwankungsbreiten.

Die Ergebnisse der Vorjahre mit den entsprechenden Originaldokumenten:

Sonderthemen: 

Kommentare

Interessante Statistik. Ich würde jetzt denen nicht zu nahe treten, aber ich kenne keine einzige Person in meinem breiten Spektrum von Bekannten, wo auch nur einer gegen die Legalisierung ist. So nach dem Motto "Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälschst hast". Ich würde auch ehrlich keine Lobbyarbeit dahinter ausschließen...

Die meisten, die das nicht befürworten, sind aber der Meinung, dass man jedem das Seine lassen soll. Und da wäre ich nicht anders. Jeder, der explizit dagegen ist, das ist gegen Freiheit, wenn man ehrlich ist. Es ist sogar sinnvoller gegen Alkohol zu sein, als gegen eine natürliche Medizin für viele und ein natürliches Beruhigungsmittel für andere. Lieber den Tag ruhig beenden als im Suff den nächsten Tag zu schwächen.

Ich meine ich bin mittlerweile gegen Alkohol, möchte es aber nicht verboten haben, weil manche es gerne konsumieren und diese auch sich benehmen können. Und solange die Leute niemanden schaden, habe ich auch keinen Grund Alkohol zu verbieten. Lediglich den Mehrfachtätern sollte der Zugriff zu Alkohol deutlich erschwert werden.

Es gibt leider nicht wirklich etwas schlimmeres, als ein Säufer, der mitten in der Nacht anfängt rumzubrüllen oder auf der Straße Passanten anpöbelt. Bitte, ist der Pöbler das deutsche Markenzeichen? Ich hoffe mal nicht, aber genau solche Sachen sind leider Realität. Vor Allem im Urlaubsgebiet Mallorca ist der deutsche Pöbler schon mehr als bekannt. Das geschieht unter Freigabe von Cannabis nicht unbedingt in einem größeren Umfang, im gegenteil, es könnte unter Umständen sogar einen leichten Rückwärtstrend geben. Und ehrlich, ich schäme mich sehr für die deutsche "Kultur"...Bin immernoch der Meinung, eine deutsche Stadt ist nicht dazu berechtigt eine Kulturhauptstadt zu sein, solange Kulturgüter verboten sind.

so sagte ein guter, alter Lehrer und demokrat immer zu uns, wenn wir eine "Statistik" als Beweis anführen wollten. dieser Lehrer setzte auf Wissenschaft und alter Erfahrungswerte. wie recht er hatte, kann man schon an den Lügenmärchen der Freu Merkel und ihrer "Drogenbeauftragten" sehen! Nicht im deutschen Kulturgut verankert? BLÖDSINN! war die hl. Hildegard von Bingen keine "DEUTSCHE"? War Kaiser Barbarossa kein "DEUTSCHER"? war der "Alte Fritz" kein "DEUTSCHER"? seit JAHRHUNDERTEN ist in unserer Kultur Hanf als HEILPFLANZE bekannt! Hanf wirkt "fugizid, bakterzid und sogar VIRUZID, ist ein Heilmittel gegen schmerz, depressionen und vieles mehr! Nur die "DUMMHEIT" und UNwissenheit vieler "DEUTSCHEN", die anscheinend lieber an die worte des "christkind-Merkel" glauben und auf deren Lügen hereinfallen steht der Legalisierung im wege! Auch diese "angeblichen Christen" scheinen ihre Kirchen selten zu besuchen... Z.B. im dom zu Münster trägt dasngroße altarbildnis der Heiligen eine HANFPFLANZE auf ihrem Wappenschild.... diese "SCHEINCHRISTEN" sollten einmal in GOOGLE Hanfpflanze auf Wappenschild im dom googlen, dann werden sie sicherlich staunen! Hanf gab auch den frühen christen Bot, Heilung, Kleidung und Sicherheit! Nur dümmlich "nachplappernde" und nicht nachforschende "Dümmlinge" reißen allzuoft ihren Mund weit auf, um "WISSENDE" dadurch zum Lachen zu bringen! Anscheinend leiden immer noch "alte DEUTSchE" unter dem Syndrom " BEFEHL UND GEHORSAM", statt ihr Gott gegebenes Gehirn sinnvoll einzusetzen..... .

Ich kann es mir schwer vorstellen, dass die Statistik wirklich von Lobbyisten beeinflusst wurde.

Was ich mir aber gut vorstellen kann, ist dass es Leute gibt, die gegen ein Verbot sind, aber bei der Umfrage angeben, dass sie für ein Verbot sind, weil sie denken, dass ihre Antwort an die Polizei (oder andere) weitergeleitet werden könnte. Und weil das ja "nur eine Umfrage" ist, stimmen sie dann lieber aus Sicherheit für ein Verbot.

Dass das nicht wahr ist, müsste den meisten klar sein, aber bei einem so knappen Ergebnis könnte das den Unterschied machen.

Hallo. Ich versteh den Sinn dahinter leider nicht, hier geht es doch nicht darum wie die Parteien dazu eingestellt sind hier geht es eindeutig um die Konsumenten, die damit Kriminalisiert werden und dadurch oft zugang zu schwereren Drogen erhalten. Als müsste ich mit 30 meinen erziehungberechtigten fragen wie ich mein Leben führen darf. Meine Auffassung zu unseren Volksvertreter ist das Volk zu vertreten, die Gesellschaft zu respektieren und zu pflegen. Als Zeichen einer gesunden Gesellschaft bilden Kultur und Bildung. Wobei ich die drei sendungungen des Senders rtl2 über die ewig hartz gefangen sendungen mit stolzen Namen armes Deutschland als Grundpfeiler unseres Bildungs und wohlstandsniveu ermesse. Dafür bezahle ich gern GEZ welche mit Stolz unsere Gesellschaft widerspiegelt. Top. da gehe ich jetz nicht weiter darauf ein. Wissen Sie ich rauche bereits seit meiner Jugend, dabei war immer klar das mir Cannabis eindeutig besser gefällt als der uns einzig vergönnt, weitaus gefährlichere alkohol. Dabei ist eine Verharmlosung sicher nicht angebracht jedoch sind sucht und langzeitfolgen ein Witz im Vergleich. Wer mal Alkohol Entzug gesehen hat und seine Auswirkungen... Oder die Verlockungen in den kassenbereichen in fast jedem Geschäft, die für einen alkabhangigen eine ständige Tortur darstellt.
Anders betrachtet reden wir von einer Pflanze. Sicherlich sind die heutigen hybride stärker als vor Jahren aber ich wiederhole, wir reden von dem Verbot einer Pflanze. Eine Pflanze deren Rausch bis zum heutigen Tag keinen einzigen Menschen auf dem Gewissen hat. Reden wir nicht von Alkohol. Selbst Bei schweren krankheiten wird nun mittlerweile Cannabis verschrieben und verschafft Patienten die ersehnte Linderung, klare Aussage effektive Medizin die die gesamte pillendreherfraktion in den Schatten stellt.

So und jetz zu der Stelle bei denen sich mir sämtliche körperregionen drohen umzukrempeln. Es ist mein Recht und meine Freiheit Cannabis als Medium meiner Wahl zu konsumieren. Eine Entscheidung darüber steht nur mir zu und es interessiert mich nicht im ansatz was Partei xy für eine Einstellung dazu hat. Cannabis ist seit mehreren Jahrzehnten fester Bestandteil unserer Gesellschaft ... Heißt dagegen anzukämpfen ist wie der Versuch in einen Sturm zu pusten, damit er aufhört.

Wie oft wird unsere Demokratie hoch gelobt und gepriesen, doch ist es selbstverständlich die diversen Meinungen in Ecken zu stellen zu betiteln und somit einen Stempel aufzudrucken um kategorisch Menschen in Schubladen zu packen. Was ist das für eine Demokratie wobei deren Bürger mit ihren gewohnheiten oder Einstellungen nicht tolleriert und sogar bestraft werden. Das ist reine Bevormundung und zeigt an sich nur das es nicht um das wohl oder Akzeptanz der lebensgewohnheiten unserer Gesellschaft geht, sondern dreht es sich nur um die Haltung der zugemuteten oberhäupter. Wir reden hier von fehlender Toleranz, die das Grundprinzip unserer Demokratie widerspiegelt. Ich sage ihnen ganz deutlich was das ist. Rassismus.

Jmd zu bestrafen und einzuschränken, mit dem Gefühl seinen Genuss nur heimlich auszuleben. Angewiesen auf die Preise und Qualität des Straßenublichen krauts, muss teilweise nehmen was er bekommt. Eine Grenze weiter längst teil der Kultur haben zugang zu Marihuana welches wie auserleser Wein o kaviar gehandelt wird.

Um es kurz zu erörtern meine kontraseite ist leer wobei die proseite sich überschlägt, sinnbildlich. So sagen sie mir bitte was brauch es in unserem Land wieder an Wert zu gewinnen. Welcher Logik bedient sich das ganze. Ich habe meine Einstellung niemals bereuen müssen, konnte ohne Einschränkungen durch den konsum meinen Weg gehen. Mir scheint als ob der dhv und die Politiker sich schon seit Jahren im Kreis drehen. Wenn Ihnen tatsächlich daran liegt Cannabis zu legalisieren versteh ich das Problem nicht. Ich biete mich an für einen Schlagabtausch, auf die Gegenargumente wäre ich sehr gespannt. Aber erst wenn die Angst vor Grippewelle gebannt, kann es nicht mehr hören.

LG D. Schindler

Der Grundgedanke ist richtig, doch es sind nicht nur Jahrzehnte, sondern Jahrtausende, wo Hanf als Kulturgut zu Europa und auch Deutschland dazugehört. Auch ist Diskriminierung und Verletzung der Freiheit (Menschenrecht!) der richtige Begriff, statt Rassismus, immerhin sind wir keine eigene Rasse. Wir sind alle wie die anderen Konsument und Nicht-Konsumenten Menschen.

Die Hauptkontraargumente sind bei der Politik versteckt, hier aber aufgeführt. Lobbyismus über Alkohol und Medizin. Es würden weniger zu Alkohol greifen und deutlich weniger Menschen täglich den Arzt aufsuchen. Aber unter den Alkoholkonsumenten und Kranken gibt es nicht nur Leute, die Cannabis konsumieren würden. Also der Minuswert würde nicht so extrem ausfallen. Und selbst wenn...ich würde es sogar befürworten, wenn sich die zwei Lobbys in diese Sparte integrieren würden, ein neues und äußerst lukratives Geschäftsfeld. Zudem können beide bahnbrechende Forschungen einfließen lassen und das Kraut mit seinen unzähligen Sorten analysieren. Medikamente auf Cannabisbasis können der Menschheit deutlich eher helfen, als künstliche Medikamente mit einer ellenlangen toxischen Liste an Nebenwirkungen...

Es ist ironischerweise ja sogar so, daß diejenigen, die sich vehement für die gewaltsame Verfolgung von unschuldigen Mitbürgern (Cannabiskonsumenten) aussprechen, im gleichen Atemzug etwas von "Freiheit" faseln und mit dem Finger auf (Weiß-)Rußland, China und den Iran zeigen.

Es ist schon ziemlich widerlich.

(Heute kommt wieder die Neujahrsansprache unserer Frau Kanzlerin. Ich vermute, daß da auch wieder das übliche Lobeslied auf Freiheit, Frieden und die westliche Zivilisation angestimmt wird. Eine schiere Heuchelei, wenn man bedenkt, daß der 'war on drugs' weiter in deutsche Wohnstuben getragen wird.)

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